Ulms kleine Spatzen

7.000 € für Ulms kleine Spatzen

Pressebericht, Südwestpresse 20.1.2017
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Ehrenamtlich für den guten Zweck

Bericht Spazz 24.11.2016

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Ulms Spatzen suchen Projekte

Pressebericht, Südwestpresse 22.11.2016

„Ulms kleine Spatzen“, eine Hilfsaktion in Zusammenarbeit mit dem Ulmer Radiosender Donau 3 FM, will noch vor Weihnachten insgesamt 20.000 Euro an hilfsbedürftige Kinder verteilen. Der Verein will Projekte oder Einzelschicksale mit jeweils bis zu 5000 Euro unterstützen. Bewerbungen sind über die Homepage des Radiosenders zu richten, wo die entsprechenden Formulare eingestellt sind. Die Übergabe soll jeden Freitag auf dem Weihnachtsmarkt erfolgen.

http://m.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/hilfsaktion-ulms-spatzen-suchen-projekte-14028668.html

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Wochenende für den guten Zweck

TV-Beitrag, Regio TV 22.6.2016

Gleichzeitig mit dem Ulmer Ruder Cup findet das Sommerfest von Ulms kleine Spatzen statt.

http://www.regio-tv.de/video/421518.html

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Postkarten senden und Wünsche erfüllen

Presseartikel, Schwäbische Zeitung 29.3.2016 und Augsburger Allgemeine 30.3.2016

Kindern in Not ein paar unbeschwerte Stunden schenken – mit diesem Ziel startet der Verein Ulms kleine Spatzen eine Postkartenaktion in Ulm und Umgebung. Rund 15000 Postkarten haben die Organisatoren drucken lassen, um sie nun in Geschäften, Cafés oder Schulen auszulegen. Getreu dem Leitsatz „Hinschauen, wenn Kinder Hilfe brauchen“ können Bürger auf diesem Weg auf notleidende Kinder und Jugendliche aufmerksam machen. Wer ein benachteiligtes Kind kennt, kann dessen Wunsch oder Bedürfnis auf die bereits frankierte Karte schreiben und diese dann portofrei an den Verein schicken. Es reicht aber auch, die Telefonnummer zu notieren. Sabrina Maunz, die die Idee zu der Aktion hatte, sagt: „Wir wollen damit nicht primär Spenden gewinnen, sondern die Kinder in der Region finden, die Hilfe brauchen.“ Der Hintergrund sei, dass sich viele Menschen nicht trauten, ihre Not oder Armut öffentlich zu machen. Diese Hemmschwelle solle durch die anonymen Postkarten sinken.

Anschließend versucht der Verein mit gesammelten Spendengeldern, den Kindern einen Wunsch zu erfüllen – sei es, eine Hausaufgabenhilfe zu bekommen, Musikunterricht zu besuchen oder eine besondere medizinische Therapie zu finanzieren. Walter Biersack, der Vorsitzende von Ulms kleine Spatzen, erklärt zudem: „Aufmerksamkeit und Zeit sind den Kindern oft mehr wert als Geld.“ Daher veranstaltet der Verein von Zeit zu Zeit Ausflüge, etwa zu den Ulmer Basketballern oder in einen Freizeitpark. Auch regionale Projekte wie Lese-Patenschaften oder die Initiative „Sichere Schule“ des Kinderschutzbundes erhalten Förderung.

Der Verein hat Kriterien für die Vergabe der Spenden festgelegt: Die Kinder und Jugendlichen dürfen nicht älter als 17 Jahre sein. Mit einem Sozialhilfe-Bescheid oder einem ärztlichen Attest belegen sie etwa wirtschaftliche oder medizinische Not. Zudem will der Verein dort anknüpfen, wo Staat oder Krankenkassen nichts bezuschussen. „Uns überzeugt es besonders, wenn Kinder bereits versuchen, sich selbst zu helfen“, sagt Projektleiterin Maunz. Etwa wenn ein Jugendlicher Zeitungen austrage, das Geld aber trotzdem nicht ausreiche, um an der Klassenfahrt teilzunehmen. Etwa fünf Spendenanfragen nimmt der Verein pro Woche entgegen – die Aktion soll dafür sorgen, dass es mehr werden.

Unterstützung bekommt der Verein Ulms kleine Spatzen von Seiten des Ulmer City Marketings sowie der Abteilung für Bildung, Soziales und Sport der Stadt Ulm. „Wir hoffen, mithilfe unserer Kooperationspartner viele Aufsteller mit Postkarten in der Stadt und der Umgebung platzieren zu können“, sagt Maunz. Sie und ihr Team wollen in den nächsten Tagen auf Einzelhändler, Schulen, Schwimmbäder und andere öffentliche Einrichtungen zugehen. Offizieller Start der Postkartenaktion ist der verkaufsoffene Sonntag in Ulm am 3. April.

Den dazu passenden TV-Beitrag von Regio TV finden Sie unter:

http://www.regio-tv.de/video/410133.html

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Ulms kleine Spatzen spenden 9.000 €

Pressebericht, SWP 9.2.2016

Ein Stück Lebensfreude ermöglichen „Ulms kleine Spatzen“ jungen Krebspatienten.

Der Verein überreichte dem Förderkreis für tumor- und leukämiekranke Kinder eine Spende über 9000 Euro. Gesammelt worden war auf dem siebten Winterfest der Cafébar Bossa Nova – mit Glühwein und Livemusik von Nic Diamond & The Mellow Tunes. Durch Tombola und Glühweinverkauf wurden 2720 Euro eingenommen, schreibt Sabrina Maunz von den kleinen Spatzen. Die hohe Summe sei auch durch die hochwertigen Preise zustande gekommen: Unter anderem gab es als Hauptgewinn einen Ring im Wert von 450 Euro von Heiko Schrem Schmuckgestaltung. Ulms kleine Spatzen rundeten den Betrag auf 3000 Euro auf und verdreifachte die Einnahmen auf 9000 Euro. Mit dem Geld wird die „Auszeit“ finanziert: Zwei klinisch reine Ferienwohnungen im Allgäu, mit denen es krebskranken Kindern samt Familien ermöglicht wird, einige Tage aus dem Klinikumfeld zu fliehen. 

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"Winterfest"-Veranstalter und "Ulms kleine Spatzen" spenden Förderkreis für tumor- und leukämiekranke Kinder 9000 Euro

Pressebericht, Ulm News 4.2.2016 

Bereits zum siebten Mal fand am 7. Januar in der Cafe&Bar Bossa Nova das Winterfest mit Glühwein und Livemusik von Nic Diamond & the mellow tunes statt. Bei der Tombola und dem Glühweinverkauf wurden 2720 Euro  eingenommen. Dies liegt nicht zuletzt an den hochwertigen Preisen. So gab es neben anderen interessanten Preisen als Hauptgewinn einen Ring im Wert von 450 Euro von Heiko SchremSchmuckgestaltung zu gewinnen. Der Verein Ulms kleine Spatzen  rundete den Betrag auf 3000 Euro auf und verdreifachte die Einnahmen auf 9000  Euro zu Gunsten des Förderkreises für tumor- und leukämiekranke Kinder Ulm e.V.. 

Mit diesem Geld wird aktuell die „Auszeit“ finanziert: Zwei klinisch reine Ferienwohnungen im Allgäu, mit denen es den krebskranken Kindern und deren Familien ermöglicht wird, einige Tage aus dem Klinikumfeld zu fliehen. Der Förderkreis unterstützt krebskranke Kinder mit dem Ziel der besseren und schnelleren Heilung und schenkt ihnen und den Familien ein Stück Lebensfreude und -qualität. Ulms kleine Spatzen e.V. hilft Kindern in Ulm und um Ulm, die sich in einer Notlage befinden. Der Verein unterstützt regionale Projekte und bestehende Initiativen, die nachhaltig dort helfen, wo Unterstützung dringend benötigt wird.

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Spende der Firma Bibus

Pressebericht, Südwestpresse 20.01.2016

Die Firma Bibus, ein technisches Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit Hauptsitz in Neu-Ulm, unterstützt den Verein "Ulms kleine Spatzen" mit 5000 Euro. Michael Neubauer, Geschäftsführender Gesellschafter, hat den Scheck kürzlich an Initiator und Vorsitzenden Walter Biersack übergeben und die Arbeit von dessen Verein gewürdigt, der schnell und unbürokratisch bedürftigen Kindern hilft und diesen eine Perspektive gibt. "Für uns alle gilt: helfen, wo Hilfe benötigt wird, Brücken bauen, Chancen geben, Zukunft schaffen. Kinder sind unsere Zukunft!" 

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Firma Uzin zahlt Schwimmkurs

Pressebericht, Südwestpresse 7.11.2015

Der börsennotierte Hersteller von Produkten zum Bodenverlegen Uzin Utz engagiert sich mit zwei Spendenprojekten regional. Zuletzt überreichte Vorstandsvorsitzender Werner Utz eine Spende an den Verein Sport für alle, der bedürftigen Kindern die Mitgliedschaft in einem Sportverein ermöglicht. Rund 3600 Euro waren dafür bei einer Tombola anlässlich des Firmenfests 50 Jahre Standort Donautal zusammengekommen. Mit dieser Spende, die der Vorstandschef im Lehrschwimmbad der Martin-Schaffner-Schule überreichte, können fast 50 Kinder einen Schwimmkurs machen, der etwa 75 Euro pro Kind kostet. Der Verein ermöglicht Kindern Sport in rund 300 Vereinen in Ulm und Neu-Ulm. Außerdem fließt die traditionelle Weihnachtsspende von 5000 Euro an das interkulturelle Kinderhaus und den Arbeitskreis Ausländische Kinder in Ulm. So unterstützt Uzin soziale Einrichtungen und verzichtet im Gegenzug auf Weihnachtskarten. Das interkulturelle Kinderhaus und der Arbeitskreis Ausländische Kinder bieten den Kindern und Jugendlichen in Ulm neben Hausaufgabenbetreuung, Sprachförderung und Freizeitangeboten auch Hilfen bei Schulabschluss und Ausbildung. Werner Utz: "Wir freuen uns, gleich zwei Initiativen im Raum Ulm zu unterstützen, die einen Beitrag zum Gemeinwohl und zur gesellschaftlichen Integration und Förderung von Kindern und Jugendlichen leisten."

Round Table will helfen Der neue Advents-Los-Kalender des Clubs Round Table 93 Ulm/Neu-Ulm liegt vor, ist im Handel und wurde nun auch OB Ivo Gönner präsentiert. Mit der Aktion werden erneut soziale Projekte in der Region unterstützt. Diesmal geht der Erlös an die Aktion "Ulms kleine Spatzen" von Walter Biersack. In den vergangenen acht Jahren wurden mit dem Kalender mehr als 150 000 Euro für soziale Projekte in der Region gesammelt. Das Prinzip dabei: Sponsoren stellen attraktive Preise für die einzelnen Kalendertürchen, die Spendenerlöse stammen aus dem Verkauf des Kalenders, der fünf Euro je Stück kostet. Normalerweise kommt ein fünfstelliger Betrag zusammen. Für Benjamin Löchle vom Round Table ist klar: "Uns allen geht es so gut, wir haben quasi eine gesellschaftliche Verpflichtung, in der Vorweihnachtszeit Geld zu sammeln und es dorthin in die Region zu geben, wo Not herrscht." Die Gewinn-Nummern werden online veröffentlicht, und zwar diesmal auf der Facebook-Seite vom Round Table, auf der Website und im Radioprogramm von Donau 3 FM sowie im Fernsehprogramm von Regio TV. Offizielle Verkaufsstellen des Kalenders: Sparkasse Neue Mitte, Abt und Blautalcenter.

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Ulmer Adventskalender 2015

TV-Beitrag, Regio TV 4.11.2015

Türchen aufmachen und gleichzeitig Gutes tun. Der Erlös des Kalenders von Round Table 93 Ulm / Neu-Ulm geht dieses Jahr an Ulms kleine Spatzen.

http://www.regio-tv.de/video/391427.html

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Spende für Kinder

Pressebericht, Südwestpresse 29.09.2015

Die Sportwagen-Charity von Initiator Dirk Maurerer in der Oldtimerfabrik in Neu-Ulm war in der dritten Auflage wieder ein voller Erfolg. Diesmal waren 75 Sportwagen dabei, ein Schwerpunkt liegt stets auf der Marke Ferrari. 1500 Besucher wollten die Flitzer sehen, in denen man nach Kauf eines Loses als Beifahrer Platz nehmen konnte. In der ersten Runde fahren stets Kinder mit, denen die Charity zugute kommt. Auch diesmal waren wieder viele lachende Gesichter zu sehen. Die Veranstalter hatten auch eine Tombola und ein Kuchenbuffet aufgeboten. Man konnte sogar selber eine Runde mit einem Ferrari F430 1 drehen. Auch diese Einnahmen kamen dem guten Zweck zugute. Am Ende wurde ein Scheck an die Kinderhilfsaktion Ulms kleine Spatzen in Höhe von 5000 Euro überreicht.

Den passenden TV-Bericht gibt es von Regio TV unter:

http://www.regio-tv.de/video/385214.html

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Noch mehr Bücher fürs "Abenteuer Lesen"

Pressebericht, Südwestpresse 5.8.2015

Große Freude herrscht bei den ehrenamtlichen Vorleserinnen und Vorlesern von "Abenteuer Lesen", einer Aktion der Bürgeragentur Zebra, und wohl auch bei Kindern. Dank dreier Spender konnten 220 neue Vorlesebücher angeschafft werden.

Die Bücher werden von der Stadtbibliothek Ulm verwaltet, stehen in der Glaspyramide und in den Stadtteilbibliotheken aber ausschließlich für "Abenteuer Lesen" zur Verfügung, teilt die Bürgeragentur Zebra mit. Die ehrenamtlichen Vorleser konnten sich auch bisher schon kostenlos in der Bibliothek mit Vorlesestoff versorgen. "Doch gerade die beliebtesten und bewährtesten Bilderbücher waren häufig anderweitig verliehen." Der Verein "Ulms kleine Spatzen", die Generationenstiftung der Sparkasse Ulm und die Ulmer Volksbank machten es nun möglich, Bücher speziell für "Abenteuer lesen" anzuschaffen.

Im August lesen die Ehrenamtlichen an jedem Donnerstag (bei gutem Wetter) ab 15 Uhr an der Veranstaltungsinsel im Glacis in Neu-Ulm vor. Gelesen wird aus: "Hallo Pippi Langstrumpf" (6. August), "Piraten in Sicht" (13. August), "Sommermärchen" (20. August), "Petterson und Findus" (27. August).

Info Wer Vorleser - zum Beispiel in Kindertagesstätten - werden möchte, kann sich mit der Bürgeragentur Zebra in Verbindung setzen: Email abenteuer-lesen@zebra-ulm.de

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Das Lachen der Kinder

Pressebericht, Ulmer Wochenblatt 25.02.2015

Die neunjährige Emma war massiven körperlichen
und sexuellen Misshandlungen in ihrer Familie ausgesetzt. Der siebenjährige Dennis wurde daheim links liegen gelassen, die Wohnung verwahrlost, die Eltern alkoholabhängig. Yanis wurde am Ulmer Hauptbahnhof aufgegriffen, gerade mal elf Jahre alt, wurde er von seinen Eltern in Syrien in den Zug gesetzt. Raus aus dem Krieg, allein, ohne Deutschkenntnisse. Es sind nur drei der vielen Schicksale, die Kinder in Ulm und der Region zu tragen haben. Die Folgen dieser Erfahrungen: "Die Kinder können Alltagssituationen schlecht einschätzen, reagieren schnell aggressiv, igeln sich ein – kurz: Sie sind traumatisiert. Aus klinischen Aspekten ist es für die Betroffenen existenziell, dass sie wieder gute und
schöne Lebenserfahrungen mit Erwachsenen erleben“, so Walter Biersack, der Vorstand des Vereins „Ulms kleine Spatzen“. Die Kinder brauchen jemanden, der sich kümmert, eine Vertrauensperson.
Biersack und seine Vereinskollegen unterstützen einzelne Projekte und helfen dort, wo es am dringendsten gebraucht wird. Der Umfang der benötigten Traumatherapien übersteigt oft den finanziellen Rahmen der Zentren für Kinder und Jugendhilfe. „Ulms kleine Spatzen“ übernimmt diese Kosten, um Emma, Dennis und Yanis die notwendige Hilfe zu ermöglichen.

JEDES FÜNFTE KIND IN ULM LEBT IN ARMUT

Armut hat viele Gesichter, leider immer mehr Kindergesichter. Jedes fünfte bis sechste Kind unter 15 Jahren lebt unterhalb der Armutsgrenze. Soziale Ausgrenzung und mangelnde Bildungs-Chancen sind nur zwei Aspekte dieser Problematik. Die Ehrenamtlichen bei „Ulms kleinen Spatzen“ sammeln Spenden, organisieren Veranstaltungen, schenken Kindern ein wenig Zeit. Empfänger der Hilfe sind oft Kinderheime, Jugendämter, der Kinderschutzbund oder Frauenhäuser. Ab und zu erreicht den Verein aber auch ein privates Schreiben. So benötigte eine Familie dringend Geld für eine Reittherapie ihrer
zwei behinderten Söhne. „Wir haben das Geld sofort zur Verfügung gestellt und die zwei Jungs zur Therapie begleitet“, so Biersack. "Manchmal haben alleinerziehende, arbeitslose Mütter nicht einmal mehr das Geld, um ihren Kindern Essen zu kaufen, geschweige denn Schulsachen oder einen Sportverein zu bezahlen.“Ein weiteres Projekt des Vereins heißt: „Kindern schöne Stunden schenken“. Freiwillige fahren mit Heimkindern zum Beispiel einen Tag ins Legoland oder zum Basketballspiel. Mit
jüngeren Kindern ist auch mal Kuchenbacken oder eine simple Spielstunde angesagt.

EIN STÜCKCHEN NORMALITÄT

Manche Kinder die im Heim leben, haben noch nie die Berge gesehen, geschweige denn ein Fußballspiel
besucht. „Ulms kleine Spatzen“ versucht den Kindern ein paar schöne Stunden zu schenken und ihnen somit ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Walter Biersack hat den Verein ins Leben gerufen und ist
stolz auf sein Team. „Das alles können wir nur ermöglichen, da wir Mitglieder haben, die uns immer
wieder ihre Zeit schenken und mit Herzblut dabei sind.“

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Holzheimer Kinder spenden für "Ulms kleine Spatzen"

Pressebericht, Südwest Presse 20.12.2014

Kinder der Grundschule Holzheim und des Kindergartens Pusteblume haben an St. Martin 200 Euro für "Ulms kleine Spatzen" gesammelt. Gestern haben Grundschulleiterin Martina Hascher (hinten links) und Kindergartenleiterin Ursula Steidle den Scheck an den Spatzen-Vorsitzenden Walter Biersack übergeben. Der Verein unterstützt in Not geratene Kinder mit erlebnispädagogischen Projekten und ist außerdem beim Gewaltpräventionsprojekt "Klaro" des Kinderschutzbunds mit dabei.

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Reittherapie für Zwillinge

TV-Beitrag, Regio TV 18.12.2014

Mark und Patrick kamen im 5. Monat zur Welt, können nicht laufen und sprechen. Ulms kleine Spatzen unterstützt die Familie mit einem Zuschuss zu den Reitstunden, welche den Zwillingen bei der Entwicklung sehr helfen.

http://www.regio-tv.de/video/346376.html

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Blutspendeaktion im Stadthaus Ulm

Pressebericht, Radio Free FM 14.8.2014

Für leukämiekranke und benachteiligte Kinder Gutes tun und gleichzeitig was gewinnen – diese Möglichkeit bietet der Verein „ulms kleine Spatzen e.V.“ am 15. August im Ulmer Stadthaus am Münsterplatz. In der Zeit zwischen 12 und 17 Uhr können Ulmer, Neu-Ulmer wie auch Passanten Blut, Geld oder beides spenden – und dabei Sachpreise gewinnen, die von Gewerbepartnern aus der Region zur Verfügung gestellt wurden.

Sabrina Maunz ist Mitglied des gemeinnützigen Vereins „ulms kleine spatzen e. V.“ und erläutert: Angesichts der hohen Zahl von 15.000 Blutspenden, die in Deutschland pro Tag aufgrund von Unfällen oder Therapiezwecken benötigt werden, gibt es noch immer zu wenige Blutspender. Lediglich 2,5 Prozent der Bundesbürger sind bereit, den roten Lebenssaft mehrfach im Jahr zu spenden. Um hier zur Bewusstseinsbildung beizutragen, hat sie nun bereits zum zweiten Mal diesen Aktionstag organisiert. Für die Direktansprache von Passanten hat sie den Ulmer Akquise-Spezialisten Dr. Daniel Langhans gewinnen können. Er soll mit seiner munteren Ansprache die Passanten begeistern.

Für die Besucher werden an diesem Nachmittag viele Attraktionen angeboten: Eine Tombola zugunsten der Selbsthilfegruppe „Förderkreis für tumor- und leukämiekranker Kinder Ulm e. V.“ und „ulms kleine spatzen e. V.“. Darüber hinaus ist auch an die kleinen Besucher gedacht: während die Erwachsenen Blut spenden haben die Kinder Spaß und Unterhaltung. Jeder Spender erhält außerdem freie Verpflegung und ein Überraschungspräsent.

„Mit dem Aktionstag wollen wir die Bereitschaft der Menschen in der Region für eine Blutspende fördern“, sagt Sabrina Maunz. „Über 60 Prozent der Bevölkerung brauchen irgendwann im Leben Blut oder Blutplasma, daher ist eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung lebenswichtig.“

ulms kleine Spatzen e. V. hilft Kindern in Ulm und um Ulm, die sich in einer Notlage befinden. Der Verein unterstützt regionale Projekte und bestehende Initiativen, die nachhaltig dort helfen, wo Unterstützung dringend benötigt wird.

Sabrina Maunz war heute zu Gast bei Julius Taubert in der Plattform, sprach über die Aktion und über Fragen und Bedenken zum Thema Blutspende.

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Unicef beklagt deutsche Kinderarmut

Pressebericht, SpiegelOnline  29.05.2012

Keine tägliche warme Mahlzeit, kein Platz für Hausaufgaben, nur ein Paar Schuhe - so beschreibt Unicef in einer neuen Studie die Situation armer Kinder in Deutschland. Im Vergleich zu anderen wohlhabenden Ländern landete die Bundesrepublik nur im Mittelfeld.
 
Hamburg - Das Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) spricht von einem enttäuschenden Ergebnis: Für seine aktuelle Studie "Kinderarmut messen - Neue Ranglisten der Kinderarmut in den reichen Ländern der Welt" hat Unicef insgesamt 29 Nationen miteinander verglichen - und Deutschland landete demnach auf dem 15. Platz. Schon wieder nur Mittelfeld. Schon wieder Durchschnitt.
 Die Studie listet einen "Index der Entbehrungen" auf, die einem Kind in einem wohlhabenden Land zur Verfügung stehen sollten. Dazu gehören laut Unicef:
Drei Mahlzeiten am Tag Eine warme Mahlzeit täglich (mit Fleisch, Fisch oder einem vegetarischen Äquivalent) Täglich frisches Obst und Gemüse Altersgerechte Bücher (nicht ausschließlich Schulbücher) Spielzeug für Aktivitäten im Freien Regelmäßige Freizeitaktivitäten, zum Beispiel in Sportvereinen, Jugendorganisationen oder das Erlernen eines Musikinstruments Mindestens ein altersgerechtes Spielzeug pro Kind - zum Beispiel Bauklötze, Brett- oder Computerspiele Geld, um an Schulausflügen oder Veranstaltungen teilzunehmen Ein ruhiger Platz für Hausaufgaben Ein Internetanschluss Einige neue Kleidungsstücke (nicht ausschließlich bereits getragene Sachen) Zwei Paar Schuhe, wenigstens eins davon wetterfest Möglichkeit, ab und zu Freunde zum Spielen und Essen nach Hause einzuladen Möglichkeit, Geburts- oder Namenstage sowie religiöse Feste zu feiern
Wenn ein Kind mehr als zwei dieser Dinge nicht hat, wird dies von Unicef als Hinweis auf eine "besondere Mangelsituation" gewertet.
In Deutschland liegt der Anteil der Kinder, die in einer solchen Situation groß werden, nach Unicef-Angaben bei 8,8 Prozent, in Dänemark zum Beispiel bei nur 2,6 und in Schweden bei 1,3 Prozent. Diese beiden Länder seien jedoch nicht wesentlich reicher als Deutschland, sondern lägen beim Pro-Kopf-Einkommen und der wirtschaftlichen Entwicklung auf ähnlichem Niveau. Sogar Großbritannien, wo die Wirtschaftlage schlechter ist, schnitt bei der Studie besser ab.
Demnach war die Situation für Kinder in den skandinavischen Staaten am besten, allen voran Island und Schweden. Auf den letzten Plätzen landeten die ärmeren Länder Europas wie Rumänien, Bulgarien und Ungarn.
Worauf deutsche Kinder verzichten müssen
In Deutschland wachsen dem Bericht zufolge etwa 1,2 Millionen Mädchen und Jungen in relativer Armut auf. "Es ist enttäuschend, dass Deutschland es nicht schafft, die materiellen Lebensbedingungen für Kinder entscheidend zu verbessern", sagte der Geschäftsführer von Unicef-Deutschland, Christian Schneider.
Die wichtigsten Ergebnisse des Unicef-Berichts im Überblick:

  • 6,7 Prozent der deutschen Kinder fehlt es an Freizeitaktivitäten
  • 4,9 Prozent müssen auf eine tägliche warme Mahlzeit verzichten, das ist nahezu 1 von 20 Kindern
  • 4,4 Prozent haben keinen Platz, an dem sie ihre Hausaufgaben machen können
  • 3,7 Prozent besitzen höchstens ein Paar Schuhe
  • 3,1 Prozent der unter 16-Jährigen erhalten nie neue Kleidung, sondern zum Beispiel getragene von älteren Geschwistern
  • 3 Prozent leben in einem Haushalt ohne Internetanschluss

Ein Internetanschluss könne heutzutage nicht mehr als Luxus gelten, sagte Unicef-Sprecherin Helga Kuhn: "Ein Kind, das nicht lernt, mit dem Internet umzugehen, ist in einer Informationsgesellschaft gegenüber den anderen deutlich benachteiligt."
Die Situation der Mütter und Väter ist den Angaben zufolge ein entscheidender Faktor: In 42,2 Prozent der Fälle, in denen Unicef eine "besondere Mangelsituation" ausmacht, sind die Eltern arbeitslos, 35,6 Prozent haben lediglich einen niedrigen Bildungsabschluss. "Deutschland tut schon viel, um die Situation der Kinder zu verbessern, aber nicht genug", sagte Kuhn. Grundlage für die am Dienstag veröffentlichte Studie ist eine repräsentative Erhebung der Europäischen Union, für die 125.000 Haushalte erstmals nach Daten zu Kindern befragt wurden.
aar/dpa/dapd

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Kinderschutzbund warnt vor trügerischer Statistik

Pressebericht, SpiegelOnline  26.01.2012

Es ist ein Lichtblick, mehr aber auch nicht: Laut Bundesagentur ist die Zahl der Kinder in Hartz-IV-Familien deutlich gesunken. Doch Experten warnen, die Statistik schönzureden. Die Zahl der Problemfälle geht demnach weit langsamer zurück als es scheint.
 
Berlin - Für Ursula von der Leyen ist es ein gutes Zeichen: "Die Kinderarmut sinkt", sagt die Bundesarbeitsministerin - und freut sich an den neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Die weisen eine deutlich gesunkene Zahl an Kindern im Hartz-IV-System aus. So bezogen im September 2006 noch 1,9 Millionen Kinder unter 15 Jahren Hartz-IV-Leistungen, genau fünf Jahre später waren es noch knapp 1,64 Millionen - ein Rückgang um etwa 257.000 oder 13,5 Prozent.
Was auf den ersten Blick so positiv wirkt, relativiert sich aber, wenn man die offizielle Arbeitslosenstatistik mit der Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen und den Hartz-IV-Kindern vergleicht. So ging die Zahl der Arbeitssuchenden in jenem Zeitraum um 34 Prozent zurück, also um gut ein Drittel. Bei den erwerbsfähigen Hartz-IV-Beziehern lässt sich aus den BA-Zahlen zwischen September 2006 und September 2011 nur ein Minus von knapp 16 Prozent herauslesen.
Dies zeigt: Der Rückgang bei den Hartz-IV-Beziehern fiel deutlich schwächer aus als jener bei der allgemeinen Arbeitslosigkeit. Der Rückgang bei den Hartz-IV-Kindern war - mit minus 13,5 - noch einmal schwächer. Die Sprösslinge kommen jedenfalls nur dann aus dem Hartz-System heraus, wenn dies auch die langzeitarbeitslosen Eltern schaffen. Hartz-IV-Bezieher gelten häufig aber als schwer vermittelbar.
Mit besonderem Argwohn reagierte der Deutsche Kinderschutzbund auf die am Donnerstag bekannt gewordenen Erfolgszahlen. Seit 2006 sei die Zahl der unter 15-Jährigen um fast 750.000 zurückgegangen, teilte der Verband mit. "Wenn es also immer weniger Kinder gibt, so ist es keine Überraschung, dass in absoluten Zahlen betrachtet auch immer weniger Kinder von Sozialleistungen leben."
Zudem sei die Quote der Kinder, die von Hartz IV leben, zwischen September 2006 und September 2011 um lediglich 1,5 Prozentpunkte gesunken. 2006 seien 16,6 Prozent hilfebedürftig gewesen, derzeit seien es noch immer 15,1 Prozent. "Der Jubel von Arbeitsministerin von der Leyen ist völlig unangebracht", sagte Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers SPIEGEL ONLINE. "Kinder sind vom Arbeitsmarkt völlig abgekoppelt. Das sollte die Politik wachmachen."
ssu/dpa
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Benachteiligungen von Anfang an

Pressebericht, Carritas

Einmal arm, immer arm. Vielen Kindern aus Familien mit geringem Einkommen droht das gleiche Schicksal wie ihren Eltern. Sie können ihr Potenzial nicht abrufen, weil sie dazu nie die Chance bekommen.
Bereits im Vorschulalter sind ungleiche Lebenschancen von Kindern erkennbar. Rund 40 Prozent der Kinder aus armen Haushalten weisen Mängel in der Grundversorgung auf. Sie leben in zu engen Wohnungen, tragen alte oder kaputte Kleidung und kommen ohne Frühstück in den Kindergarten. Bis zum Ende der Grundschulzeit sind sogar 52 Prozent der armen Kinder von dieser Unterversorgung betroffen.
Während der Entwicklungsverlauf der besser gestellten Kinder stetig nach oben zeigt, verlieren benachteiligte Kinder häufig den Anschluss. Je früher und je länger ein Kind mit Benachteiligungen leben muss, desto gravierender sind die Folgen für seinen Alltag und seine Zukunftschancen.

Sparen, verzichten, einschränken
Armut in Deutschland bedeutet: Leben mit knappen Mitteln. Betroffene Familien sparen und verzichten, wo es geht. Am wenigsten bei Lebensmitteln, den Ausgaben für Schule oder Kinderkleidung. Verstärkt bei Hobbys, Kinderspielzeug oder dem Ausgehen. Der zweite Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeigt: Massive Einschränkungen machen diese Familien bei der Kleidung der Eltern, der Wohnungseinrichtung und den Tagesausflügen. Einen längeren Urlaub können sich die meisten nicht leisten.

Spätfolgen sind vorprogrammiert
Kinder trifft dies besonders hart. Sie leiden darunter, wenn - trotz guter Haushaltsführung - ab dem 20. des Monats das Essen aus Nudeln und Weißbrot besteht, wenn Schulausflüge kaum zu finanzieren sind, kein Geld für Vereinsbeiträge da ist und das eigene Zimmer ein Traum bleibt. Sie leiden aber auch darunter, wenn ihre Eltern - aus welchen Gründen auch immer - keine Zeit für sie haben. Die Unterversorgung im materiellen und immateriellen Bereich hat Folgen für ihr ganzes Leben. Auch die Gesundheit leidet bei armen Kindern.

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Wenn die Gesundheit leidet

Pressebericht, Caritas

Kinder aus armen Familien sind häufiger krank als Gleichaltrige aus gut verdienenden Elternhäusern. Oft fehlt ihnen das Bewusstsein für die Gesundheitsvorsorge.
Auch der Arztbesuch und die medizinische Behandlung können Geld kosten. Zwar entfallen Praxisgebühr und Zuzahlungen für Kinder, doch ab zwölf Jahren müssen sie nicht-verschreibungspflichtige Medikamente selbst bezahlen.

Kein Geld für eine gesunde Ernährung
Ein weiterer Grund für die schlechte Gesundheit vieler Kinder ist die Ernährung. Was bei ihnen auf den Tisch kommt, ist nach den Maßstäben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung häufig ungesund und unausgewogen. Im Supermarkt geht der Griff oft zu billigen, industriell hergestellten Produkten. Der enorme Preisanstieg bei Lebensmitteln hat diese Situation noch verschärft. Hinzu kommt, dass viele Kinder nicht wissen, was gut für sie ist. Deshalb leiden viele unter Essstörungen und Fettleibigkeit. Dabei spielt die mangelnde Bewegung eine große Rolle. Die Gesundheitsaufklärung erreicht sie nicht.
Auch an der Psyche der Kinder gehen die Belastungen nicht spurlos vorüber. Überproportional viele von ihnen leiden unter mangelnder Aufmerksamkeit, Hyperaktivität, Aggressivität oder Depressionen. Das bereitet ihnen und ihrem Umfeld massive Probleme. Auch in der Schule warten Probleme auf arme Kinder und Jugendliche.

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Gewalt an Kindern Viele Eltern schlagen immer noch zu

Pressebericht, Süddeutsche 12.03.2012

Ein Klaps auf den Po, eine Ohrfeige oder gar regelrechte Prügel: In der Erziehung ist körperliche Gewalt seit zwölf Jahren gesetzlich verboten, verschwunden sind Schläge aber noch lange nicht. Das ergab eine Studie des Forsa-Instituts. Die Deutsche Kinderhilfe spricht von "dramatischen Zahlen".

Die Grenzen zwischen dem Klaps auf den Hintern und körperlicher Gewalt sind fließend und beides gehört noch immer zum gängigen Repertoire der Erziehungsmethoden. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts. Die körperliche Züchtigung sei aus den Familien noch immer nicht verschwunden, sagte Forsa-Geschäftsführer Manfred Güllner. Zwar sei die Gewalt rückläufig, vier von zehn Vätern und Müttern bestraften ihre Kinder aber noch immer mit einem "Klaps auf den Po". Die Studie im Auftrag der Zeitschrift Eltern zeige außerdem, dass Jungen häufiger als Mädchen geschlagen würden und dass es in kinderreichen Familien eher zu Gewalt komme.

Laut der Befragung bestrafen 40 Prozent (2006: 46 Prozent) der Eltern ihr Kind mit einem "Klaps auf den Po", zehn Prozent (2006: 11 Prozent) geben eine Ohrfeige und vier Prozent (2006: 6 Prozent) versohlen ihrem Kind nach eigener Aussage den Hintern. Als Hauptgründe gaben die Eltern an, dass ihre Kinder unverschämt gewesen seien, nicht gehorcht oder sich aggressiv verhalten hätten.

Jungen bekommen demnach doppelt so häufig den Hintern versohlt und werden auch öfter mit einem Klaps bestraft. Zudem kommt es in kinderreichen Familien häufiger zu Gewalt. Einen Zusammenhang zwischen dem Bildungsstand der Eltern und der Bereitschaft, ihre Kinder zu schlagen, belegt die Studie nicht. Auch zwischen Vätern und Müttern besteht kein signifikanter Unterschied.

Die Deutsche Kinderhilfe sprach von "dramatischen Zahlen". Gewalt gegen Kinder ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. Die körperliche Züchtigung in der Erziehung ist seit dem Jahr 2000 per Gesetz verboten. Nach Angaben des Deutschen Kinderschutzbundes stimmen diesem Grundsatz inzwischen auch mehr als 90 Prozent der Eltern zu. Doch erst ein gutes Drittel schaffe es, sich auch konsequent daran zu halten. Die Mehrheit greife zu leichten körperlichen Strafen vom spürbaren Klaps bis zur Ohrfeige. Nur eine Minderheit von rund 14 Prozent erzieht nach einer Analyse der Kinderschützer noch mit einer schmerzhaften Tracht Prügel - oder gar mit Stockschlägen. Die tägliche Gewalt gegen Kinder müsse einen Aufschrei in der Gesellschaft hervorrufen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kinderhilfe, Georg Ehrmann.

Überforderung und Hilflosigkeit
Eltern schlagen heute allerdings kaum noch aus Überzeugung, sondern eher aus Überforderung zu. Der Anteil derjenigen, die nach einer körperlichen Bestrafung ihrer Kinder ein schlechtes Gewissen hatten, stieg von 71 auf 75 Prozent. "Eltern schlagen heute fast immer aus Stress und Hilflosigkeit, aber kaum noch, weil sie glauben, ihrem Kind damit etwas Gutes zu tun", sagt Gewaltforscher Kai Bussmann, Professor für Strafrecht an der Universität Halle. Zudem gaben in der Studie 17 Prozent der Eltern an, dass die körperliche Bestrafung "eigentlich gar keine Wirkung" hatte. Etwa ein Drittel glaubt, die Maßnahmen hätten zumindest zeitweise gewirkt. Lediglich ein Viertel der Befragten war froh, sich durchgesetzt zu haben, während sich fast drei Viertel nach den Schlägen über sich selbst ärgerten.
In der Studie wurden die Eltern auch nach anderen Strafen für ihre Kinder gefragt. Mehr als 90 Prozent von ihnen werden zumindest gelegentlich laut. 85 Prozent sprechen Verbote aus und ein Viertel der Befragten redet zur Strafe nicht mehr mit dem Nachwuchs. Für die Umfrage wurden 1003 Eltern in Deutschland mit mindestens einem eigenen Kind bis 14 Jahre befragt.
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Weniger getötete Kinder – mehr Missbrauchsfälle

Pressebericht, FocusOnline 29.05.2012

Die Zahl der getöteten Kinder und die erfassten Fälle von Misshandlungen sind in Deutschland 2011 gesunken. Es gab jedoch mehr registrierte Missbrauchsopfer. Insgesamt finden sich in der Kriminalstatistik der Polizei erschreckende Zahlen.
 
Jede Woche sterben in Deutschland im Schnitt drei Kinder durch Gewalt oder Vernachlässigung.
Die Zahl der getöteten Kinder und die erfassten Fälle von Misshandlungen sind in Deutschland 2011 gesunken. Es gab jedoch mehr registrierte Missbrauchsopfer. Insgesamt finden sich in der Kriminalstatistik der Polizei erschreckende Zahlen.
Jede Woche sterben in Deutschland im Schnitt drei Kinder durch Gewalt oder Vernachlässigung. Insgesamt seien im vergangenen Jahr auf diese Weise 146 Kinder unter 14 Jahren ums Leben gekommen, sagte der Chef des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, am Dienstag in Berlin. Damit sei diese Zahl zwar im Vergleich zu 2010 um ein Fünftel gesunken. Ziercke mahnte aber: „Jedes betroffene Kind ist eines zu viel. Jeder Fall von Gewalt an Kindern ist eine Tragödie.“ 114 Todesopfer waren sogar jünger als sechs Jahre. Erst am Montag war ein weiterer Fall bekanntgeworden: In Baden-Württemberg starb ein Mädchen wenige Tage vor seinem zweiten Geburtstag.
Die in der Kriminalstatistik der Polizei erfasste Zahl von Kindesmisshandlungen fiel nach 2011 im Vergleich zum Vorjahr um etwa sechs Prozent auf knapp 4100 Fälle. Einen Anstieg verzeichnete die vom BKA gemeinsam mit dem Verein Deutsche Kinderhilfe und dem Bund Deutscher Kriminalbeamter vorgelegte Statistik bei sexuellen Missbrauchsopfern im Kindesalter. Deren Zahl stieg im vergangenen Jahr laut Ziercke um 3,9 Prozent auf etwa 14 330. Die Fallzahl entwickelte sich etwas anders, da es bei einigen Delikten mehrere Opfer gab. So stieg die Anzahl der Missbrauchsfälle der amtlichen Statistik zufolge im Jahresvergleich um 4,8 Prozent auf etwa 12 440.
Deutlich mehr Fälle von Kinderpornografie
Die Fälle, bei denen wegen Besitzes, Beschaffung und Verbreitung von Kinderpornografie ermittelt wurde, stiegen laut Ziercke deutlich um etwa sieben Prozent auf 6332 an. Die jährlich vorgelegte Bilanz erfasst unter 14-Jährige, die Opfer von Tötungsverbrechen, einer strafrechtlich bedeutsamen Vernachlässigung mit Todesfolge oder Sexualverbrechen werden. Sie deckt damit alle Fälle von Misshandlung und Gewalt gegen Kinder ab.
Die Zahl der registrierten Verbrechen schwankte in den vergangenen Jahren immer wieder, ist nach den BKA-Zahlen im Vergleich zu vor zehn Jahren im Trend aber insgesamt meist deutlich gesunken. 2002 zählte die Polizei rund 19 400 Missbrauchsfälle – etwa 5000 mehr als 2011. Vor zehn Jahren betrug die Zahl der getöteten Kinder 234, also 88 mehr als im vergangenen Jahr. 2006 waren es 202. Die Zahl der erfassten Kinderpornografie-Fälle lag 2002 bei rund 7400 und erreichte 2007 einen Höchststand mit rund 11 700. Das waren rund 85 Prozent mehr als 2011.
Kritik am Umgang mit den Zahlen der letzten Jahre
BKA-Chef Ziercke bezeichnete die aktuelle Statistik zu Verbrechen an Kindern insgesamt als „erschreckend“. Jeder Fall sei eine „Tragödie“. Es müsse mehr getan werden, um Gewalt und Misshandlung frühzeitig zu erkennen und zur Anzeige zu bringen, sagte er. Er verwies auch auf die mutmaßlich hohe Dunkelziffer.
Kinderhilfe-Vorsitzender Georg Ehrmann forderte eine grundlegende Reform des staatlichen Kinder- und Jugendhilfesystems. Dieses könne in seiner jetzigen Form nicht als funktionierend beschrieben werden, sagte er in Berlin. Es gebe keine bundesweit einheitlichen Qualitätsstandards, etwa was die Praxis von Hausbesuchen in Familien oder den Umgang mit als gewalttätig bekannten Eltern angehe.
Der Politik warf Ehrmann vor, sich an eine gewisse Zahl von getöteten und misshandelten Kindern „offensichtlich gewöhnt“ zu haben. So werde die Statistik seit inzwischen sechs Jahren vorgelegt, ohne dass sich „wesentliche Dinge“ änderten, kritisierte er. Zugleich räumte Ehrmann ein, dass Gewalt auch gegen Kinder ein Phänomen sei, das insgesamt nur schwer „in den Griff“ zu bekommen sei.
jh/AFP/dpa
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